9. Dezember 2026, 19 Uhr
Johannissaal, Schloß Nymphenburg, München
Tickets erhältlich bei MUSICAÈ direkt
oder an der Abendkasse, und bei Münchenticket (link folgt)
Werke von BACH, STRAWINSKY, BÄRTSCH u.a.
Ilve Eigus Violine
Nik Bärtsch Klavier
Tickets à 25 Euro / 15 Euro (erm.)
erhältlich bei MUSICAÈ
via mail@musicae.eu oder +49 89 5489 4949

Programm
Dialog der Generationen und Genres
Ein außergewöhnliches Duo bittet zu einem Abend der musikalischen Grenzgänge: Die vielfach ausgezeichnete Violinistin Ilva Eigus und der renommierte Jazzpianist und Komponist Nik Bärtsch gastieren mit einem exklusiven Kammermusikprogramm – und musizieren über Generationen und Genres hinweg auf höchstem Niveau.
Ein Spannungsfeld zwischen formaler Strenge und interpretatorischer Freiheit: Werke der klassischen Moderne, die in ihrer strukturellen Dichte und expressiven Kraft die Violine und das Klavier an die Grenzen ihrer klanglichen Möglichkeiten führen, gepaart mit Eigenkompositionen von Nik Bärtsch. Seine durch Reduktion und repetitive Ästhetik geprägte Tonsprache – oft als Ritual Groove Music beschrieben – verbindet sich in der intimen Duo-Besetzung mit der interpretatorischen Präzision und Reife von Ilva Eigus.
Ilva Eigus
Die 2007 geborene schweizerisch-lettische Violinistin Ilva Eigus gilt als eine der profiliertesten Begabungen ihrer Generation. Ihre Ausbildung begann im Alter von drei Jahren bei Liana Tretiakova an der Zakhar Bron School of Music in Zürich und wurde ab ihrem siebten Lebensjahr durch die intensive Förderung des legendären Pädagogen Zakhar Bron fortgesetzt. Nach einem erfolgreichen Pre-College-Studium am Königlichen Konservatorium Lüttich setzt sie ihre künstlerische Ausbildung bei Professor Marc Bouchkov an der Folkwang Universität der Künste in Essen fort.
Ihr Spiel zeichnet sich durch stupende technische Souveränität und eine tiefe, strukturelle Reife aus. Eigus ist Gewinnerin zahlreicher internationaler Spitzenwettbewerbe, darunter der Arthur Grumiaux Violin Competition in Brüssel (2024), der Grunewald-Wettbewerb in Berlin (2024) sowie der Swiss Charity Award (2023). Als Solistin konzertiert sie regelmäßig mit führenden Klangkörpern wie dem Zürcher Kammerorchester und dem Musikkollegium Winterthur.
Nik Bärtsch
Der 1971 in Zürich geborene Pianist und Komponist Nik Bärtsch hat mit seiner Konzeptualisierung der Ritual Groove Music eine der eigenständigsten musikalischen Sprachen der Gegenwart geschaffen. Seine Arbeiten bewegen sich jenseits traditioneller Genregrenzen an der Schnittstelle von zeitgenössischer Komposition, Jazz und Minimal Music. Nach seinem klassischen Klavierstudium am Konservatorium Zürich und dem Abschluss in Philosophie und Linguistik an der Universität Zürich entwickelte er eine Ästhetik, die auf den Prinzipien von Reduktion, repetitiver Struktur und rhythmischer Dichte beruht.
Bärtsch ist Gründer der international renommierten Formationen Ronin und Mobile, deren Alben beim Traditionslabel ECM Records erscheinen. Seine Kompositionen zeichnen sich durch eine mathematisch-architektonische Strenge aus, die im Zusammenspiel eine hypnotische, rituelle Dynamik entfaltet. Als Solokünstler, Ensembleleiter und Komponist prägt er den internationalen Diskurs über moderne Ästhetik und performative Präzision.


